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»Mut. Einfach nur mehr, mehr nicht.« - Friedensfestmotto 2016

»Mut. Einfach nur mehr, mehr nicht.« - Friedensfestmotto 2016

»Mut« ist ein Begriff, der in seiner vermeintlichen Eindeutigkeit für Vereinfachung, Missbrauch und Ideologisierung eine leichte Beute ist. Doch spätestens auf den zweiten Blick tauchen Fragen auf: Ist Mut eine Eigenschaft, eine Haltung, ein Prozess? Kann man ihn üben? Was bedeutet Mut für jeden Einzelnen, für eine Gruppe, für die Gesellschaft.

„Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht!“ (Jesaja 35,4)

Friedensfest 2016 Mut-PlakatIn ihrem ökumenischen Grußwort schreiben Stadtdekanin Susanne Kasch und der katholische Stadtdekan Helmut Haug:

"Als christliche Kirchen haben wir es nach Zeiten der harten, ja sogar der kriegerischen Auseinandersetzungen gelernt, auf den Mut zum Frieden zu bauen, nicht zuletzt weil es dieser Mut ist, der unserem gemeinsamen Glauben zutiefst innewohnt. Deshalb wollen wir uns heute nicht mehr nur als Christinnen und Christen gegenseitig in diesem Mut bestärken, sondern alle mutigen Initiativen in unserer Stadt unterstützen, die dem Frieden dienen."

Friedensfest 2016 Mut-PlakatDer Philosoph Thomas Palzer schreibt in einem Gastbeitrag im Programmheft »Mut ist angewiesen auf das Individuum und darauf, dass dessen Einsatz von Gewicht ist.« So bedeutsam Mut für eine Gesellschaft sein mag, er fängt offenbar mit einem persönlichen Prozess an. »Mut handelt aus Einsicht«, so Palzer – im Gegensatz zur Tollkühnheit.

Mut beginnt bei jedem Einzelnen

Friedensfest 2016 Mut-PlakatDer Idee, dass Mut bei jedem Einzelnen beginnt, trägt das diesjährige Programm Rechnung: Neben gängigen kulturellen Angeboten bietet es eine ganze Reihe besonderer Formate an. Sie sind z.T. aus Beteiligungsprozessen entstanden, z.B. »MutBürger«, »Schluchten«, »Somme(r) 16« oder geben Möglichkeiten zur individuellen Mitgestaltung und persönlichen Auseinandersetzungen, z.B. »Ortswechsel«, »Fasst Mut!«, »Mut-Stammtisch«.

Mut nicht Extremisten überlassen

Friedensfest 2016 Mut-PlakatDas diesjährige Kulturprogramm ist eine Einladung, sich von Facetten des Mutes inspirieren zu lassen, mit persönlichen Mut-Themen zu experimentieren und die friedensstiftenden Qualitäten des Mutes auszuloten. »Wir wollen uns mit dem MUT auseinandersetzen und ihn nicht denen überlassen, die mit ihrem Auftreten einen Mut zu Vorurteilen, zu Abgrenzung und zu Diskriminierung propagieren«, so die Leiterin des Augsburger Friedensbüros Christiane Lembert-Dobler, die mit ihrem Team das Programm zusammengestellt hat und es organisiert.