Augsburg besuchen

Augsburg besuchen

In Augsburg ereignete sich Weltgeschichte: viele Spuren der Reformationsgescichte lassen sich hier entdecken. Besuchen Sie unser Museum Lutherstiege in den Räumen des ehemaligen Karmeliterkloster St. Anna. Dort wohnte Martin Luther als er sich unter Todesgefahr endgültig zu seinen 95 Thesen bekannte.  Warum geschah dies in Augsburg? Wer waren Luthers Gegner, wer die Freunde? Warum eroberte seine Lehre so schnell das Land? Was waren die Folge? Diese Fragen und viele mehr beantwortet das Museum.  Auch bei Evangelischen Stadtführungen oder mit der Lauschtour-Smartphone-App Luther in Augsburg kann man viel Interessantes erfahren.

Unbedingt besuchen sollten Sie auch die evangelischen Innenstadtkirchen:

In St. Anna erwarten die Besucher unter anderem die Fugger- und die Goldschmiedekapelle. Ein weiterer Höhepunkt ist der Wachsaltar des Künstlerehepaars Susanna und Bernhard Lutzenberger, der 2014 mit dem Kunstpreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ausgezeichnet wurde. Lutzenberger + Lutzenbergers "innovative Lösung erreicht in idealer Weise eine wechselseitige Steigerung von historischer Raumhülle und neuem liturgischen Mittelpunkt. Gerade im Zusammenspiel mit den historischen Vasa Sacra kommt dem Altar eine hohe sinnliche Erfahrbarkeit zu", heißt es in der Begründung der Jury.

Die evangelische Pfarrkirche St. Ulrich ist schon allein aufgrund ihrer direkten Nachbarschaft zur katholischen Basilika St. Ulrich und Afra etwas Besonderes: Das Ensemble beider Gotteshäuser ist in seiner Art einmalig. Im Inneren ziehen die Empore in schwerer Holzarchitektur mit den Bildern verschiedener Meister sowie die auffällige Kanzel an der Westwand die Blicke auf sich.

Auch die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche befindet sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem katholischen Pendant. Architektonisch interessant: Sie ist die einzige Augsburger Kirche mit einem trapezförmigen Grundriss. Das macht auch das Dach des Kirchenschiffs einmalig, bei dem jeder Balken individuell hergestellt werden musste. Gar nicht typisch protestantisch ist die prunkvolle Ausstattung im Inneren, zu der unter anderem ein echter Tintoretto gehört.

Zu den Barfüßern war die Taufkirche Bertolt Brechts. Bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde sie weitestgehend zerstört, die Inneneinrichtung fiel fast vollständig den Flammen zum Opfer. Zu den Kunstschätzen, die man in der in kleinerer Form wieder aufgebauten Kirche entdecken kann, zählen das Gemälde "Die Taufe Christi" von Johann Heiss und die Figur des Christkinds von Georg Petel, die als eines der wenigen Überbleibsel der Kanzel heute den Chor ziert.

Auch St. Jakob blieb von der Zerstörung durch Luftangriffe nicht verschont und wurde 1949 aus den Ruinen wieder aufgebaut. Bereits seit dem Mittelalter war die Kirche ein Sammelpunkt für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. So gibt es in St. Jakob auch heute eine Pilgerunterkunft für alle, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind.