Die Mitte des Konfessionsbildes in der St.-Johannis-Kirche Schweinfurt, spätes 16./frühes 17. Jahrhundert: Überreichung der Confessio Augustana an den Kaiser

Augsburger Bekenntnis

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Worum geht es?

Die Confessio Augustana, auf Deutsch das Augsburger Bekenntnis, ist einer der wichtigsten Texte der Reformation. Sie wurde 1530 in Augsburg Kaiser Karl V. überreicht. Verfasst wurde sie vor allem von Philipp Melanchthon in enger Verbindung mit Martin Luther. 

Das Augsburger Bekenntnis fasst die zentralen Gedanken des evangelischen Glaubens zusammen. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung: Der Mensch muss sich Gottes Zuwendung nicht verdienen, sondern ist von Gott angenommen. Außerdem beschreibt der Text, was Kirche im Kern ausmacht: die Verkündigung des Evangeliums und die Feier der Sakramente. Andere Formen, Bräuche und Ordnungen können dagegen unterschiedlich sein. 

Warum ist Augsburg so wichtig? 

Augsburg ist eng mit der Confessio Augustana verbunden. Beim Reichstag von 1530 wurde das Bekenntnis hier dem Kaiser vorgelegt und öffentlich bekannt gemacht. Daher trägt es bis heute den Namen der Stadt. Die Confessio Augustana wurde zu einem wichtigen Grundtext des Protestantismus. Augsburg ist damit ein bedeutender Erinnerungsort der Reformation. 

 

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Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Bildnis Philipp Melanchthons

Was bedeutet die Confessio Augustana?

Bis heute ist die Confessio Augustana ein grundlegendes Bekenntnis vieler lutherischer Kirchen weltweit. Für Augsburg ist sie zugleich ein wichtiger Teil der eigenen evangelischen Geschichte. Daran erinnert das Evangelisch-Lutherische Dekanat Augsburg jedes Jahr rund um den 25. Juni mit dem CA-Gedenken. Auch das Museum Lutherstiege bei St. Anna macht die Reformationsgeschichte in Augsburg anschaulich.


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