Gemeinsam den Frieden feiern
Am Samstag, 8. August, begeht Augsburg wieder das Hohe Friedensfest. Der besondere Feiertag lädt dazu ein, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, miteinander ins Gespräch zu kommen und über die Bedeutung von Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt nachzudenken. Das Evangelisch-Lutherische Dekanat Augsburg beteiligt sich mit mehreren Gottesdiensten, Stadtspaziergängen und einem Konzert am Programm.
Gottesdienste, Friedenstafel, Stadtspaziergang & Konzert
- Um 10 Uhr beginnt in der Basilika St. Ulrich und Afra der Ökumenische Festgottesdienst mit Dekan Frank Kreiselmeier und Stadtdekan Helmut Haug. Zeitgleich wird in der Evangelischen Heilig-Kreuz-Kirche ein Ökumenischer Familiengottesdienst gefeiert.
- Von 11:15 bis 14 Uhr sind alle Augsburgerinnen und Augsburger zur großen Friedenstafel auf dem Rathausplatz eingeladen.
- Um 13 Uhr starten zwei Stadtspaziergänge: Dr. Jens Colditz beginnt am Elias-Holl-Platz, Dekan Frank Kreiselmeier im Annahof. Ein Spiritueller Stadtspaziergang mit Bettina Böhmer-Lamey und Mechtild Enzinger beginnt um 13.30 Uhr an der Moritzkirche.
- Den Abschluss bildet um 19 Uhr das A-Cappella-Konzert des Madrigalchors bei St. Anna unter der Leitung von Johannes Eppelein in der St. Annakirche
Vom evangelischen Gedenktag zum Friedensfest für die ganz Stadt
Die Geschichte des Hohen Friedensfestes reicht bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück. Am 8. August 1629 wurde den Protestantinnen und Protestanten in Augsburg die öffentliche Ausübung ihres Glaubens untersagt. Erst durch den Westfälischen Frieden von 1648 erhielten sie ihre Gleichstellung mit der römisch-katholischen Kirche zurück. In Erinnerung an den Beginn ihrer Unterdrückung feierten die Augsburger Protestantinnen und Protestanten am 8. August 1650 erstmals das Hohe Friedensfest. Seit 1950 ist der 8. August ein offizieller Feiertag im Augsburger Stadtgebiet. Aus dem ursprünglich evangelischen Gedenktag ist inzwischen ein Fest des Friedens zwischen den Konfessionen, Religionen und Kulturen geworden.
Frieden bleibt eine gemeinsame Aufgabe
Aus seiner Geschichte leitet Augsburg bis heute einen besonderen Auftrag als Friedensstadt ab: Niemand soll aufgrund der eigenen Religion, Herkunft oder Lebensgeschichte ausgegrenzt werden. Das Hohe Friedensfest wird deshalb mit einem mehrwöchigen multireligiösen und interkulturellen Programm begangen. Seit 2018 ist es im Bayerischen Landesverzeichnis und im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Das vollständige Programm zum Augsburger Friedensfest sowie weitere Informationen zur Geschichte und Bedeutung des Hohen Friedensfestes sind auf der Website des Friedensbüros zu finden.


