Die Frühjahrstagung der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern findet noch bis zum 3. April in Augsburg statt. In diesem Rahmen beantwortet Dekanin Doris Sperber-Hartmann drei Fragen zur Zukunft der Kirche. Sie spricht über spirituelle Vielfalt, die Bedeutung diakonischer Projekte und darüber, wie Kirche für Menschen relevant bleibt.
Wie sieht die Kirche der Zukunft aus?
Sperber-Hartmann: "Spiritualität ist ganz wichtig. Tolle Gottesdienste mit ganz verschiedener Musik, viel Beteiligung schon in der Vorbereitung, Pilgern, Meditation, Lobpreis, einfach viele verschiedene Angebote. Und die Nächstenliebe steht noch stärker im Vordergrund. Diakonische Projekte, bei denen viele mitarbeiten können und wirklich etwas verbessert wird für Menschen, die Unterstützung brauchen."
Welche Themen sind Ihnen auf der Synode besonders wichtig?
Sperber-Hartmann: "Ich freue mich, wenn die Sensibilität für queere Personen in unserer Kirche noch weiter wächst. Wenn Jesus heute leben würde, würde er völlig offen auf queere Leute und auch Paare zugehen und würde mit ihnen feiern, davon bin ich fest überzeugt."
Wie bleibt Kirche für Menschen relevant?
Sperber-Hartmann: "Indem wir uns den Menschen zuwenden. Besonders denen, die es nicht so einfach haben. Wir können im anderen Menschen das Ebenbild Gottes erkennen."