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30 Bischöfe von vier Kontinenten beten für die Einheit der Christen

30 Bischöfe von vier Kontinenten beten für die Einheit der Christen

30 Bischöfe von vier Kontinenten versammeln sich am 26. Oktober um 18 Uhr in der Augsburger St. Anna Kirche zum Gedenken an die „Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung der Rechtfertigungslehre“ und zum 500-jährigen Gedenken an die Reformation.

Viele Länder - viele Konfessionen - eine gemeinsame Religion

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, diesen ökumenischen Gottesdienst mitzufeiern. Er findet statt im Rahmen des 35. Treffen von Bischöfen verschiedener Kirchen auf Einladung der Fokolar-Bewegung im Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring. Die Bischöfe kommen aus Thailand, Indien, Australien, England, Deutschland, Libanon, Brasilien, USA, Philippinen, Ungarn, der Tschechischen Republik und Österreich. Sie gehören der katholischen, evangelischen, orthodoxen, syrisch-orthodoxen oder anglikanischen Kirche an und beten für die Einheit der Christen.

Gemeinsamen Erklärung der Rechtfertigungslehre
1999 in St. Anna unterzeichnet

Die Predigt hält Landesbischof i.R. Christian Krause, vormals Präsident des Lutherischen Weltbundes und Mitunterzeichner der „Gemeinsamen Erklärung der Rechtfertigungslehre“. Pfarrer i.R. Peter Thorn, der dieses historische Ereignis als damaliger Pfarrer von St. Anna miterlebt hat, wird die Gemeinde begrüßen. Der Gottesdienst wird musikalisch gestaltet von Kantor Michael Nonnenmacher.

Hintergrund

Die Bischöfe treffen sich vom 23. bis 29. Oktober im Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring. Die Begegnung steht unter dem Thema „Der gekreuzigte und verlassene Jesus als Grundlage einer gemeinschaftlichen Spiritualität“. Sie setzt Akzente des geschwisterlichen Miteinanders und der Versöhnung auch im Rahmen der Feierlichkeiten von 500 Jahre Reformation. Neben theologischen Vorträgen über Elemente aus der Fokolar-Spiritualität und Gottesdiensten der verschiedenen konfessionellen Traditionen stehen auch der Besuch des Konzentrationslagers in Dachau und der Stätten der Reformationsgeschichte in Augsburg auf dem Programm.

Seit 1977 treffen sich Bischöfe, die der Fokolar-Bewegung nahe stehen. Ziel dieser Tagungen ist der geistliche Austausch und die brüderliche Begegnung. Geistliche Impulse kommen dabei aus der Spiritualität der Fokolar-Bewegung. Wichtiges Anliegen ist den Bischöfen, die „Spiritualität der Gemeinschaft“ fruchtbar werden zu lassen und einander im Austausch über die persönlichen Erfahrungen zu ermutigen.

Die Fokolar-Bewegung gehört zu den neuen geistlichen Aufbrüchen, die in den letzten 70 Jahren in den christlichen Kirchen entstanden sind. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1943 in Trient zurück. Mittlerweile ist sie in mehr als 180 Ländern der Welt vertreten. Weltweit zählt die Fokolar-Bewegung heute rund 140.000 Mitglieder, schätzungsweise fünf Millionen Menschen stehen mit ihr in Verbindung.