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Eines der Ersten in Europa: 444 Jahre Waisenhaus in Augsburg

Eines der Ersten in Europa: 444 Jahre Waisenhaus in Augsburg

„Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt – 444 Jahre christliche Verantwortung für Kinder und Jugendliche in Augsburg“ - unter diesem Titel referierte Prof. Dr. Elisabeth Naurath anlässlich des Jubiläums „444 Jahre Waisenhaus in Augsburg“.

Eingeladen hatten das Evangelische Kinder- und Jugendhilfezentrum der Stiftung Evangelisches Waisenhaus und Klauckehaus Augsburg und die St. Gregor Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der katholischen Waisenhaus-Stiftung. Die wichtige Rolle der konfessionellen Augsburger Waisenhäuser liege angesichts der erschreckend hohen Zahl häuslicher Gewalt und des Armutsrisikos von 2,7 Millionen Kindern in Deutschland auf der Hand – christliche Fürsorge und Bildung, so Naurath. „Nimm das Kind ernst als bildungsfähig und bildungshungrig, als fähig, seine und unsere Umwelt mitzugestalten“, plädierte die Inhaberin des Lehrstuhls für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik der Universität Augsburg.

Die Welt ein Stück menschlicher machen

„Die Welt ein Stück menschlicher machen, das ist es, was unsere Stiftungen in Dienst und Funktion hält“, erklärte der Vorsitzende der Evangelischen Waisenhausstiftung, Pfarrer Dr. Bernhard Sokol, das jahrhundertelange Wirken in Augsburg. Die Vorsitzende der Katholischen Waisenhausstiftung, Maria-Anna Immerz, stimmte darin zu: „Wir haben in unseren Stiftungen und Einrichtungen Blick und Herz bei den Kindern und Jugendlichen.“

Heute so segensreich wie früher

Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer wünschte in seinem Grußwort, dass „die Beschlüsse von heute sich als ebenso segensreich erweisen werden wie die Genehmigung des Rates der Stadt Augsburg im Jahr 1572“. Diese hatte den Almosenherren die Einrichtung eines Waisenhauses ermöglicht, als eines der ersten dieser Art in Europa.

Das Collegium St. Moritz, the Global Players und Solisten spielten unter Leitung von Wilhelm F. Walz ausgewählte Werke von J. S. Bach und W. A. Mozart. Der Abend bildete den Abschluss einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe für Kinder, Mitarbeiter und Freunde im Jubiläumsjahr und war das Dankeschön an langjährige Kooperationspartner und Förderer.